Workshop »Argumentieren gegen Stammtischparolen«
im DGH Habkirchen, 25. April 2026

Insgesamt waren 23 Interessierte zum Workshop ins Dorfgemeinschaftshaus Habkirchen gekommen, darunter 8 junge Menschen vom Jugendclub Ormesheim und von den Pfadfindern in Heckendalheim.

Zuerst tauschten wir uns in Kleingruppen über Situationen aus, die uns herausfordern und sprachlos machen, wenn z.B. im Freundes- oder Familienkreis, bei Parties, an öffentlichen Plätzen, in Bus oder Bahn, Arztpraxen u.a. auf Ausländer geschimpft wird, wenn den Migranten die Schuld für Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot, mangelnde Kindergartenplätze usw. zugeschoben wird oder wenn in Schulen rechte Parolen gerufen oder gar der Hitlergruß gezeigt wird. Alle kennen solche Situationen.
Dann konfrontierte unser Referent, Michael Schley, uns mit unseren eigenen Vorurteilen, die jeder  Mensch hat, die uns zwar helfen, uns in der komplexen Welt zurechtzufinden, die uns aber hindern, mit Menschen außerhalb unserer Blasen ins Gespräch zu kommen, über deren Sorgen und Erfahrungen zu reden, unsere Erfahrungen mit ihnen zu teilen usw.

Gemeinsam erarbeiteten wir Strategien, um dort, wo es passt und uns wichtig ist, in einen offenen Austausch zu kommen, zuzuhören, nachzufragen und unsere persönlichen Erfahrungen und Sichtweisen einzubringen. Wir können die »Andersdenkenden« nicht in einem Gespräch verändern, aber wir können versuchen, ihre Sorgen ernst zu nehmen und unsere Position deutlich zu machen.

Wir können von uns aus Räume schaffen oder aufsuchen, um ins Gespräch mit Mitbürgen zu kommen. Und es gibt Situationen, wo wir uns Unterstützung organisieren oder Grenzen aufzeigen müssen oder auch nichts tun können.

Alle Beteiligten waren von dem Workshop sehr angetan. Wir bedanken uns herzlich bei Michael Schley und dem Adolf Bender-Zentrum und denken über weitere Workshops nach.

Auch der Ormesheimer Jugendclub postete auf seinen Social-Media-Accounts positive Feedbacks:
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